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Startschuss für Vienna Doctoral Academies und Vienna Doctoral Schools

Im Oktober 2016 starten an der Universität Wien drei neue Vienna Doctoral Academies und vier Vienna Doctoral Schools mit insgesamt 250 Fellows. Zur offiziellen Eröffnung wurde nach einem Gastvortrag von David Bogle (University College London) über die Doktoratsausbildung der Zukunft diskutiert.

Das Ziel der VDS: den hoch motivierten Fellows einen Anreiz für Gedankenspiele "outside the box" zu bieten. (© Alexandru Munteanu)

Am 14. Oktober fiel dann der offizielle Startschuss für die drei neuen Vienna Doctoral Academies (VDA) und vier Doctoral Schools (VDS). Zum Kick-off sprach David Bogle vom UCL über "Maintaining a Quality Culture in Doctoral Education". (© DoktorandInnenzentrum)

Eine neue PhD-Generation: offen für den Austausch von Methoden, Transfer von Wissen innerhalb und außerhalb der eigenen Disziplinen und bereit, die eigenen wissenschaftlichen Ergebnisse in einen übergeordneten Kontext zur Diskussion zu stellen. (Im Bild: Fellows der VDS CoBeNe, © Alexandru Munteanu)

Mit der Einrichtung der VDA/VDS setzt die Universität Wien einen weiteren Schritt zur Unterstützung von DoktorandInnen und ihrer besseren Einbindung in die Scientific Community. "Forschung ohne DoktorandInnen ist an Universitäten undenkbar. Und so sind die Doktoratsprogramme und Maßnahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs ganz oben auf der Prioritätenliste forschungsintensiver Universitäten anzutreffen, so auch an der Universität Wien", erklärt Vizerektor Heinz Faßmann, der die VDA/VDS am Freitag, 14. Oktober 2016 um 17 Uhr im Senatssaal der Universität Wien offiziell eröffnete. Anschließend sprach David Bogle vom University College London zum Thema "Maintaining a Quality Culture in Doctoral Education".

 

Vizerektor Heinz Faßmann und Gastvortragender David Bogle beim Kick-off am 14. Oktober (© DoktorandInnenzentrum)

Danach diskutierten Vizerektor Heinz Faßmann, David Bogle, Markus Arndt (Leiter der VDS Physics), Peter Becker (Leiter der VDA Theory and Methodology in the Humanities), Kristina Djinovic Carugo (Leiterin der VDS Molecules of Life) und Lucas Zinner (Leiter der DLE Forschungsservice und Nachwuchsförderung) über die Doktoratsausbildung und die Zukunft von Doctoral Schools an der Universität Wien.

V.l.n.r.: Markus Arndt, Kristina Djinovic Carugo, Peter Becker, David Bogle, Heinz Faßmann und Lucas Zinner sprachen über die Vorteile einer Doktoratsausbildung im Team.

Karriereperspektiven verbessern

Mit der Neuorientierung des Doktorats im Jahr 2009 – verbunden mit der Einführung von qualitätssichernden Elementen wie der Doktoratsvereinbarung, der fakultätsöffentlichen Präsentation und der Trennung von Betreuung und Begutachtung – konzentriere sich die Universität darauf, das Doktorat flächendeckend zu strukturieren: "Innerhalb der nächsten Jahre gilt es, Modelle zu erproben und weiterzuentwickeln, die eine bestmögliche Unterstützung für DoktorandInnen und Betreuende sicherstellen und den Dialog innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft fördern", sagt Vizerektor Faßmann.


Dadurch sollen möglichst viele aktive DoktorandInnen von einer qualitätsvollen Betreuung profitieren, die sie in idealer Weise in ihrer Kompetenzentwicklung und ihrer wissenschaftlichen Karriere unterstützt. Neben der zentralen Ausbildung durch Forschung erwerben die DoktorandInnen eine Reihe von Schlüsselkompetenzen, die für ihre weitere berufliche Laufbahn, innerhalb oder außerhalb der Universitäten, entscheidend sind.

Vienna Doctoral Academies im Überblick

Die VDA Communicating the Law richtet sich sowohl an Studierende des regulären Doktoratsstudiums der Rechtswissenschaften (Dr. iuris) als auch jene des neuen Doktoratsstudiums Interdisciplinary Legal Studies (PhD), steht aber auch Doktoratsstudierenden anderer Fachrichtungen offen. Ziel ist es, Schlüsselkompetenzen im Bereich der interkulturellen und interdisziplinären (rechts-) wissenschaftlichen Kommunikation zu vermitteln. Leiter ist Franz-Stefan Meissel vom Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte.

Die Medieval Academy unter der Leitung von Matthias Meyer vom Institut für Germanistik wendet sich an alle jungen ForscherInnen, die sich im Rahmen ihres Doktorats an der Universität Wien mit dem Mittelalter befassen wollen. Im Zentrum stehen einerseits methodische Fragestellungen, andererseits die für alle mediävistische Forschung relevante materielle Basis der Überlieferung. Vernetzung innerhalb der Universität Wien und mit benachbarten bzw. internationalen Institutionen wird groß geschrieben.

Die VDA Theory and Methodology in the Humanities bietet exzellenten Doktorandinnen und Doktoranden der Geistes- und Kulturwissenschaften eine Plattform, um sich mit aktuellen Fragen der Methodik und der Theorie auseinanderzusetzen. Breit gefächerte Veranstaltungen zielen darauf, die Fragestellungen der Dissertationen an den theoretischen Reflexionsstand anzuschließen. Leiterin ist Eva Horn vom Institut für Germanistik.

Im vollbesetzten Senatssaal am 14. Oktober: Fellows und Faculty der neuen Vienna Doctoral Academies und Vienna Doctoral Schools. (© DoktorandInnenzentrum)


Vienna Doctoral Schools im Überblick

Kognitionsbiologe Thomas Bugnyar leitet die Vienna Doctoral School Cognition, Behaviour and Neuroscience. Ziel ist es u.a., die akademische und berufliche Entwicklung der Studierenden sowie die interdisziplinäre Kommunikation zu fördern und wissenschaftliche Integrität sowie die Bedeutung internationaler Kooperation zu vermitteln.

Die VDS Mathematics unter der Leitung von Mathematiker Christian Krattenthaler garantiert eine Doktoratsausbildung auf dem höchsten internationalen Level und unterstützt die individuelle Arbeit der Studierenden mit sorgfältig ausgewählten Aktivitäten und Veranstaltungen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Kommunikation und Interaktion bzw. dem Zusammenwachsen der Mitglieder über mathematische Subdisziplinen hinweg.
 
Molecules of Life wird von der Universität Wien und der Meduni Wien gemeinsam getragen. Die VDS unter der Leitung von Manuela Baccarini vom Department für Mikrobiologie, Immunbiologie und Genetik ist eine  Plattform für ambitionierte engagierte Studierende, die eine Laufbahn in den Molekularen Lebenswissenschaften anstreben, und bereitet sie auf die interdisziplinären Herausforderungen vor, vor denen wir in der Zukunft stehen werden.

Zum Kick-off-Meeting der VDS Molecules of Life, das schon Anfang September 2016 an den Max F. Perutz Laboratories der Universität Wien und der MedUni Wien stattfand, sprach die Genetikerin Emmanuelle Charpentier zu der von ihr mitentwickelten bahnbrechenden Methode des des "Genome Editing", dem CRISPR/Cas-System. Pressemeldung zum Nachlesen


Die VDS Physics wird von Markus Arndt von der Gruppe Quantenoptik, Quantennanophysik und Quanteninformation geleitet und bietet eine Doktoratsausbildung quer über alle Forschungsschwerpunkte der Fakultät für Physik der Universität Wien hinweg. Forschungsexzellenz steht im Fokus; alle VDS-Fellows werden im Rahmen von Projektförderung an der Universität Wien angestellt.

Beim 6. Vienna Neuroscience Network Meeting fand 11. Oktober auch der Kick-Off der VDS CoBeNe statt. Rund 120 WissenschafterInnen überzeugten sich von der Vielfalt der Themen, Methoden und Forschungsansätze. Für hervorragende Leistungen wurden die VDS Fellows Jessie Adriaense (Best Talk), Vedrana Slipogor und Rashmit Kaur (Best Poster) ausgezeichnet – wir gratulieren! (© Alexandru Munteanu)

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