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Neues Zentrum soll Quantenforschung in Österreich stärken

Mit dem neuen "Erwin Schrödinger Center for Quantum Science and Technology (ESQ)" soll die Quantenforschung in Österreich weiter gebündelt und gestärkt sowie Innovationspotenziale gehoben werden. Sprecher ist Markus Arndt.

Markus Arndt ist Sprecher des neuen, bis 2020 mit einer Mio. Euro pro Jahr geförderten Erwin Schrödinger Center for Quantum Science and Technology (ESQ). (Foto: Universität Wien)

"Quantenforschung ist die Basis vielversprechender Zukunftstechnologien und Österreichs Wissenschaftseinrichtungen sind in diesem Feld schon jetzt international führend", so Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner zum neuen "Erwin Schrödinger Center for Quantum Science and Technology (ESQ)", das von 2016 bis 2020 mit einer Mio. Euro pro Jahr gefördert wird. Damit sollen Postdocs ins Land geholt und innovative Projekte junger QuantenforscherInnen gefördert werden.

Getragen wird das ESQ von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Universität Wien, der Universität Innsbruck sowie der Technischen Universität (TU) Wien. "Mit dem ESQ wollen wir diese existierenden Stärken aufrechterhalten und ausbauen", erklärt der Sprecher des Zentrums, Markus Arndt, Professor für Quantenphysik an der Universität Wien.

24 Postdoc-Anstellungen

Geplant ist, die Hälfte der jährlich zur Verfügung stehenden Gelder für die Anstellung von Postdocs aufzuwenden. Bei der EU wurde dafür ein entsprechendes Co-Fund-Programm eingereicht, womit die Mittel bei Genehmigung verdoppelt würden. So sollen in den fünf Jahren Laufzeit 24 Postdocs für zwei Jahre aus dem Ausland an heimische Quantenforschungseinrichtungen geholt werden, auch vielversprechende österreichische PhysikerInnen, die bisher im Ausland tätig waren, könnten damit eine Möglichkeit zur Rückkehr erhalten.

Die anderen 500.000 Euro sollen für innovative Einzelprojekte von WissenschafterInnen zur Verfügung stehen. Damit könnten pro Jahr etwa fünf bis zehn kleinere Projekte gefördert werden. Wie genau die Mittel vergeben werden, werde derzeit noch diskutiert, so Markus Arndt, der an der Fakultät für Physik der Universität Wien in der Gruppe Quantenoptik, Quantennanophysik und Quanteninformation forscht.

Erfolgreiche österreichische Quantenforschung sichtbar machen

Ein Ziel des "Erwin Schrödinger Centers" sei es laut Wissenschaftsminister weiter, die Positionierung der österreichischen Quantenforschung nach außen zu verbessern, "um europäische Chancen besser wahrnehmen zu können und in EU-Förderprogrammen mit einer Stimme aufzutreten". Auch Quantenphysiker Anton Zeilinger freut sich darüber, mit dem ESQ dazu beitragen zu können, "dass die heimische Quantenforschung als gemeinsames Stärkefeld international wahrgenommen wird".

Derzeit sind österreichweit, primär in Wien und Innsbruck, insgesamt 26 Forschungsgruppen in der Quantenforschung tätig und mit hohen Publikations- und Zitationszahlen in renommierten Fachjournalen sowie zahlreichen Auszeichungen sehr erfolgreich: Die Forschungsgruppen halten derzeit 19 Start- und Wittgensteinpreise, die angesehensten heimischen Wissenschaftsförderpreise, sowie 18 Förderpreise des Europäischen Forschungsrats (ERC). (APA/red)


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